Triathlonsaison als Motivationsschub

Nach einer intensiven Langlaufsaison und einer kurzen Pause bin ich im Sommer wieder in die Triathlonwelt eingetaucht – mit dem Ziel, neue Energie, etwas Abwechslung und frische Motivation für den kommenden Winter mitzunehmen.

Ein früher Wiedereinstieg:
Das Triathlontraining startete für mich Anfang April, direkt nach einer kurzen Regenerationszeit und einer Grippe. Ende Mai stand dann schon das erste Rennen auf dem Programm: der Weltcup in Samarkand (Usbekistan). Ein früher Einstieg mit wenig Vorlauf – aber ein wichtiger Schritt zurück ins Triathlongeschehen. Ich wurde 19. und auch wenn das Schwimmen noch nicht ideal lief, war es vor allem wertvoll, wieder ins Wettkampfgefühl hineinzukommen.

Sturz in Frankreich & Europacup Holten:
Nur zwei Wochen später stand ich in Frankreich am Start des Grand Prix der Lindahls Pro+ Series. Ich fühlte mich richtig gut – bis ich beim Radfahren in einen Sturz verwickelt wurde und danach Kettenprobleme hatte. Nicht ideal, aber Teil des Sports. Weiter ging’s zum Europacup in Holten (Niederlande), wo ich ein solides Rennen zeigen konnte. Ich habe gespürt, dass die ganz grosse Rennroutine nach der Pause noch ein bisschen fehlte – aber ich konnte mich durchkämpfen, die Form wurde besser.

Schweizer Meisterschaft – ein Highlight zuhause:
Ein besonderer Moment war für mich die Schweizer Meisterschaft Ende Juni. Ich kam als Erste aus dem Wasser und konnte mich auf dem Rad mit Julie Derron (Olympia-Silber) und einer weiteren Athletin absetzen. Auf den letzten Laufkilometern hat mir dann leider etwas die Energie gefehlt, um ganz vorne mitzumischen – am Ende wurde ich Fünfte. Trotzdem ein Rennen, aus dem ich viel Positives mitnehmen konnte und wieder meine Schwimm- & Velostärke ausspielen konnte.

Saisonabschluss in Tiszaujvaros:
Mein Saisonhighlight war der Weltcup in Tiszaujvaros (Ungarn), ein spezielles Format mit Vorläufen und Finale über zwei Tage. In den Heats lief es super, und ich qualifizierte mich locker fürs Finale. Im Finalrennen lief das Schwimmen nicht mehr ganz so gut wie am Vortag und auf dem Velo kam das Feld fast wieder komplett zusammen. Wir kamen fast alle gleichzeitig in die zweite Wechselzone – es wurde also ein richtiges Laufrennen und ich wurde 23. Rückblickend war es ein cooler Saisonabschluss – ohne grosse Erwartungen, aber mit umso mehr Motivation, jetzt im Training nochmals richtig Gas zu geben.

Saisonpause, Höhentrainingslager & Trainingslager in Norwegen
Nach einer kurzen Pause ging es für mich direkt ins Höhentrainingslager nach Frankreich. Nach drei intensiven Wochen in Font Romeu habe ich das eine Lager direkt mit dem nächsten verbunden und bin von dort aus nach Norwegen ins erste Trainingslager mit Swiss Ski gereist.

Im September hat Swiss Ski kein gemeinsames Trainingslager geplant – deshalb schliesse ich mich für mein nächstes Camp wieder mit Athlet:innen aus Frankreich und Andorra zusammen. Es geht erneut nach Font Romeu. Ich freue mich riesig, diesen Weg so motiviert und mit so viel Freude weitergehen zu können.